Newcomerin Josephine Genais singt über die berauschende Kraft der Liebe

Josephine genais

Manchmal braucht ein guter Song einfach nicht viel.

Josephine Genais kannte ich bisher nicht. Und genau deshalb liebe ich solche Entdeckungen.

„The Drugs Don’t Work Anymore“ ist kein Song, der sich aufdrängt. Kein großer Beat, kein Partytrack, kein Versuch, möglichst laut zu sein.

Stattdessen: Atmosphäre.

Der Song lebt von Genais’ Stimme. Nah, verletzlich und unglaublich gefühlvoll. Dazu ein reduzierter Sound, der genau weiß, wann er sich zurückhalten muss. Indie-Pop mit einer melancholischen, verträumten Note.

Und dann dieser Titel.

„The Drugs Don’t Work Anymore.“

Beim ersten Lesen klingt das nach Absturz, Sucht und dunklen Nächten. Aber der Song erzählt eine ganz andere Geschichte.

Obwohl der Titel an Drogen erinnert, hat die Künstlerin auf ihrem Instagram-Kanal klargestellt, dass es in dem Song eigentlich um die berauschende Wirkung der Liebe geht. Es beschreibt das Gefühl, so sehr von einer Person fasziniert und konsumiert zu werden, dass kein anderes High mehr damit vergleichbar ist. Genais selbst beschreibt die Stimmung des Tracks als „reine Euphorie“.

Vielleicht braucht man manche Dinge einfach nicht mehr, wenn man sich verliebt.

Und genau deshalb fühlt sich der Song auch nicht zerstörerisch an. Ganz im Gegenteil.

Er umarmt mich.

Bei mir läuft „The Drugs Don’t Work Anymore“ gerade on repeat. Der Song fühlt sich an wie eine warme Decke am Abend. Licht aus. Handy weg. Einfach nur zuhören.

Kein Song für die nächste Party.

Aber einer für den Heimweg danach.

Wer ist Josephine Genais?

Josephine Genais ist eine Singer-Songwriterin aus London, die sich musikalisch zwischen Pop und Indie-Pop bewegt.

Noch ist ihr Name vielen wahrscheinlich nicht bekannt. Für mich macht genau das die Entdeckung umso schöner.

Mit Songs wie „Heaven on a Sunday“ und „Paris Dies“ hat sie bereits ihren eigenen musikalischen Weg eingeschlagen. „The Drugs Don’t Work Anymore“ erschien im Juli 2026 und zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie wenig es manchmal braucht, um einen Song emotional wirken zu lassen.

Keine riesige Produktion.

Keine Effekthascherei.

Eine Stimme, ein Gefühl und die richtige Atmosphäre.

Und plötzlich läuft der Song zum fünften Mal.

Das Video

Auch visuell bleibt das Musikvideo eher zurückhaltend und intim. Josephine Genais liegt unter anderem in einem Kleid auf einem Feld. Die ruhigen Bilder, die Weite und die natürliche Umgebung unterstreichen dieses verträumte, melancholische Gefühl des Songs.

Kein überladenes Pop-Video, das einem vorschreibt, was man fühlen soll. Stattdessen lässt auch das Video Luft – und genau das macht es für mich so passend zur Musik.

Live?

Wer Josephine Genais einmal live erleben möchte, sollte die Augen offen halten.

Am 11. September 2026 ist sie als Support für Alfie Castley im Barfly London angekündigt.

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, sie zu entdecken – bevor aus dem Geheimtipp ein Name wird, den plötzlich jeder kennt.

Momo’s Rating

⭐⭐⭐⭐☆ 4 von 5 Sternen

Fazit

Ein reduzierter, gefühlvoller Indie-Pop-Song über das Verlieben, der bei mir gerade genau das Richtige auslöst: Kopfhörer auf, Welt aus und für dreieinhalb Minuten einfach verschwinden.

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